Seit über einem Vierteljahrhundert gibt es mit Audacity einen quelloffenen und kostenlosen Audio-Editor für mehrere Plattformen. Die Entwickler arbeiten intensiv an der Version 4.0 mit einer überarbeiteten Benutzeroberfläche und weiteren Neuerungen. Nachdem Ende letzten Jahres eine erste (unvollständige) Vorabfassung erschienen ist, soll demnächst der Betatest von Audacity 4.0 starten.
Im Mittelpunkt von Audacity 4.0 steht eine neugestaltete Benutzeroberfläche, die einfacher zu verstehen und besser anpassbar sein soll. Außerdem wollen die Entwickler verschiedene Beschränkungen für die Bearbeitung von Audiodateien entfernen und unter der Haube Modernisierungen vornehmen. Daneben gibt es funktionelle Neuerungen und Verbesserungen in Bereichen wie Hüllkurven- und Spektralbearbeitung, Anbindung an audio.com und Track-Organisation.
Ob Audacity 4.0 noch auf Intel-Macs laufen oder einen Rechner mit Apple-Prozessor voraussetzen wird, ist indes noch nicht bekannt (das aktuelle Audacity 3.7.7 ist ein Universal-Binary-Build für macOS 14 aufwärts). Audacity basiert auf dem plattformübergreifenden Framework Qt und wird auch für Linux und Windows angeboten. Mit Audacity 3.x erstellte Projekte sollen sich mit Audacity 4.x öffnen lassen.

Bild: Audacity Project.
Audacity stellt zahlreiche Werkzeuge für die Audiobearbeitung zur Verfügung. Zum Funktionsumfang gehören Unterstützung für gängige Audioformate, Audioaufnahme, mehr als 50 Effekte inklusive Echtzeitvorschau, Unterstützung für Scrubbing und Seeking, Entfernung bzw. Reduzierung von Störgeräuschen und Unterstützung für MIDI-Dateien sowie AudioUnit- und VST-Plugins.
Der quelloffene Audioeditor liegt auch auf Deutsch vor. Die englischsprachige Dokumentation zu Audacity ist hier zu finden, zudem gibt es ein Verzeichnis freier Audacity-Plugins.
